Das WaldGarten-Projekt des Jugendwaldheims und der Jakob-Mankel-Schule

Dank der freundlichen Genehmigung der Stadt Weilburg und der Städtischen Wohnungsbaugesellschaft steht dem Jugendwaldheim Weilburg (JWH) seit längerem eine Fläche von 900m² unterhalb des Gebäudes des JWH für die waldpädagogische Nutzung zur Verfügung.

 

Im letzten Jahr entwickelte Gisela Löffler, Diplombiologin und Waldpädagogin von HessenForst, die seit 10 Jahren das Jugendwaldheim unterstützt, die Idee, mit Schülerinnen und Schülern (SuS) aus dieser Fläche einen „essbaren Waldgarten“ zu gestalten.

  

Kooperation mit Jakob-Mankel-Schule

Diese Idee fiel bei JWH-Leiter David Menke auf fruchtbaren Boden. Er nahm Kontakt zur Jakob-Mankel-Schule (JMS) auf, die seit vielen Jahren eng mit dem JWH zusammenarbeitet. 

Schulleiterin Susanne Kurz, selbst auch Biologin, erkannte die Chance, fächerübergreifenden Unterricht an diesem außerschulischen Lernorten zu praktizieren. Gleichzeitig taucht sie selbst ein in die zukunftsweisende Möglichkeit und Lernoption, einen Garten zu errichten, der auf den Prinzipien der Permakultur basieren soll. Das Wissen und die Kenntnisse zur Permakultur, begleitend durch Schüler-Arbeitspapiere für die einzelnen Schritte, bringt Gisela Löffler fachlich ein.

 

Schulleiterin Susanne Kurz freut sich, dass seit März 2022 die SuS des WPU der Klasse 7 die Möglichkeit haben, im Biologieunterricht erworbenes Wissen praktisch anwenden zu können. Bildung für Nachhaltige Entwicklung ist selbstverständlich beim Waldgarten-Projekt begleitend und bildet den Rahmen.

„Für den Waldgarten existiert kein Masterplan, sondern lediglich ein grobes Gerüst“, erläutert JWH-Leiter David Menke. „Das Projekt Waldgarten lebt davon, dass die SuS ihre Ideen und Vorschläge einbringen und mit unserer Unterstützung aktiv umsetzen“ ergänzt Menke.

„Durch z.B. den Einsatz von unterschiedlichen Werkzeugen können Kompetenzen und Fertigkeiten der SuS sehr gut gefördert werden“, freut sich Kurz.

 

Mit diesem Projekt möchten JWH und JMS das Prinzip der Bildung und Nachhaltigkeit anschaulich verdeutlichen und mit Leben füllen, im wahrsten Sinn des Wortes!

Themen wie z.B. die Nutzung von regionalen Produkten (Anpflanzung von z.B. Erdbeeren, Kartoffeln, auch Kräutern und auch deren Verarbeitung) oder das Unterstützen von wildlebenden Tieren, u.a. Wildbienen, Schmetterlinge, Igel sollen behandelt werden.

 

Das Thema „Igel“ ist inzwischen seit 2020 eines der Projekte des JWH, das mit vor allem Kindergartenkindern umgesetzt wird (nähere Infos dazu hier).

 

Start mit Benjeshecke 

Zum Start des Projektes am 25. Februar legte der WPU der Klasse 7 eine „Benjeshecke“ an.

Dazu wurden in Teamarbeit Baumstämme und Äste herbeigeschafft, auf Länge gesägt, Pfosten mit Feuer haltbar gemacht und eingeschlagen.

Die Benjeshecke grenzt nicht nur die Fläche zu einer Seite hin ab, sondern bietet Insekten,

Kleinsäugern und Vögeln einen wichtigen Lebensraum und gibt zudem Windschutz.

 

Beim zweiten Projekttag im März wurde die Benjeshecke weiter ergänzt, Kartoffeln zur Auflockerung der Fläche, die seit Jahrzehnten nicht genutzt wurde, gesetzt und erste Ideen für eine Bepflanzung durch die SuS entwickelt.

 

Suche nach Spendenmitteln

JWH und JMS sind für das Waldgarten-Projekt noch auf der Suche nach Spendenmitteln.

Damit sollen u.a. die Pflanzen, Saatgut u.ä. beschafft werden.

Wer das Projekt unterstützen will, findet auf der Seite „WirWunder“ der Kreissparkasse Weilburg weitere Informationen www.betterplace.org/p105781